Eric Keller
Eric Kellers Kompositionen setzen sich aus großangelegten Farbflächen zusammen, Ton in Ton aufgebaut aus dünnen Öllasuren in mannigfachen Grau-, Blau-, Violett- oder Ockertönen; für die Landschaften kommen auch Grüntöne ins Spiel. Schicht um Schicht übereinandergelegt, wird das Verfahren selbst zum Palimpsest: Die gemalte Erinnerung entsteht als Überlagerung, nicht als Abbild. Die leichte Unschärfe, die Keller über die Motive legt, ist dabei kein nostalgischer Schleier, sondern das Mittel, mit dem der Ort überhaupt erst vergegenwärtigt wird. Bei der Arbeit am Bild kehrt der Künstler in seiner Phantasie an oft nur flüchtig oder beiläufig gesehene Schauplätze zurück und setzt sie neu zusammen. Wo genau sie verortet sind, verrät manchmal der Bildtitel, bleibt aber häufig sein Geheimnis. (Galerie Poll)







