Anya Triestram
Anya Triestram entwickelt ihre Auseinandersetzung mit Ornament, Wiederholung und floralen Formen stetig weiter. Vertraute Muster werden in neue Bildzusammenhänge überführt und gehen in einander überlagernden Farben auf. Linolschnitt, Harz und pigmentierte Oberflächen erzeugen ein vielschichtiges Gefüge aus wiederkehrenden Komponenten und variierenden Farbräumen. Einzelne Elemente scheinen sich gegenseitig zu spiegeln. In einer streng reduzierten, formalen und abstrakten Komposition erwächst aus einfachen geometrischen und organischen Formen die Assoziation einer Tulpe, ohne sie eindeutig darzustellen. In Pastellzeichnungen brechen sich zuvor erarbeiteten Muster erneut und fragmentieren die Fläche. Blumen, die diese Musterscherben durchwuchern, erscheinen weder vollständig naturalistisch noch rein ornamental. Alle Arbeiten entstehen aus einem Spiel mit Technik, Material und Inhalt. In Schichtungen und Überlagerungen erzeugt Anya Triestram ein Gefüge, in dem Abstraktes und Gegenständliches miteinander in Resonanz treten. Zwischen Nähe und Distanz, Ornament und Erinnerung entfaltet sich ein Bildraum, in dem Wiederholung nicht Stillstand bedeutet, sondern fortwährende Bewegung. Wiederholung wird zur Spur von Zeit und das beharrliche Auftauchen bestimmter Bilder trägt eine Idee weiter.











